Mittwoch, 30. Mai 2007

Etosha

("Tiere gucken ist wie Sneak Preview - man weiss nie was kommt")

Von Samstag bis Dienstag waren wir Etosha National Park! Grosse Tiere gucken! Haben auch viele Tiere gesehen: Zebras, Gnus, Antilopen, Elefanten, Giraffen, Nashoerner und sogar Loewen! Es ist wie im Zoo nur umgekehrt, hier leben die Tiere in ihrer natuerlichen Umgebung und wir sind in unseren Autos eingesperrt. Im Park darf man das Auto nicht verlassen, was auf dauer sehr anstrengend ist, weil wir so natuerlich 5-6 Std. im Auto sassen. Wir sind zu den Wasserloechern gefahren, haben dort den Motor ausgemacht und einfach gewartet und geguckt. Manchmal hats gedauert, manchmal war viel los. Den tollen Loewen haben wir am letzten Morgen gesehen, sind frueh aufgestanden, waren um 6.45 h am Wasserloch und haben gewartet. Erst haben wir ihn nur bruellen gehoert, aber nach einer guten halben Stunde warten wurden wir belohnt! Erst ist er ganz laessig ans Wasserloch und hat getrunken, dann - als ob niemand da waere zwischen den Autos durch ueber die Strasse. War toll, aber auch etwas beunruhigend so einen echten Loewen in der freien Natur ohne Glasscheibe zu sehen.

elefant

giraffe

loewe

Twyfelfontein

TwyfelfonteinEin Sandsteinhaufen/berg mitten im Nichts, aber mit sagenhaften, alten und sehr schoenen und beeindruckenden Felsgravuren und Malereien der Buschmaenner. Die Malereien sind ca. 3000 Jahre alt, bei den Ritzereien ist eine Datierung leider nicht moeglich. Aber man sagte uns, sie seien zwischen 2000 und 6000 Jahren alt. War ein sehr schoener Ausflug. Anschliessend haben wir eine Angestellte in ihr Dorf in der Naehe gefahren, Dorf sind hier Huetten aus allem moeglichen Materialien, Holz, Stoff, Leder und Blech wild zusammengeschustert. Die Menschen aus diesen Doerfern arbeiten zum grossen Teil als Fuehrer in Twyfelfontein, was uebrigens die zweifelhafte Quelle heisst, da sie nicht regelmaessig Wasser fuehrt. Man darf die Gravuren auch nur gefuehrt besuchen, da so verhindert wird, dass jeder sie anfasst und sie dadurch beschaedigt werden.

Generation-Golf unterwegs

golfWir sind von Swakopmund aus ueber Hentiesbaai, Cape Cross (Robben gucken) ins Save the Rhino Camp im Ugab Rivier gefahren. Ging wieder ueber Schotterpisten, erst eine Salzstrasse an der Kueste entlang und dann ab auf Steinschotter und Sand. Aber unser Golf schafft alles! Wir sind dann immer weiter, nach ca. 4 Stunden gabs den ersten Wegweiser Richtung Camp, "nur" noch 10 km. Die Strasse wurde immer welliger, steiniger, enger... aber umkehren kam nicht in Frage, da wirs vor dem Dunkelwerden nirgends mehr anders hingeschafft haetten. Als es dann auch noch bergauf ging und anschliessend steil bergab, habe ich mal Thomas das Steuer ueberlassen, aber es war nimmer weit und schliesslich sind wir heil angekommen. Dort haben wir dann erfahren, dass die letzten 10km "Strasse" eigentlich eine Allrad-Strecke ist...
Das Camp ist total schoen, zwischen Bergen in einem trockenen Flussbett. Es gab Plumsklos und das tollste eine Eimerdusche! In einer Tonne wird mit Holzfeuer das Wasser heiss gemacht, an einem Kaltwasserhahn mischt man selber in einem Eimer die richtige Temperatur, diesen Eimer leert man in die haengende Eimerdusche, dreht unten auf und schon kann man super duschen. Leider konnten wir keinen Ausflug zu den Nashoernern machen, da wir ja kein Allradauto haben und unseren Golf das wirklich ueberfordert haette, und es keine gefuehrten Ausfluege dorthin gibt. Schade!

dusche

Sonntag, 20. Mai 2007

Zwei typische Reisetage

6.30 h Sonnenaufgang
7.00 h aufstehen und aus dem Zelt kriechen
7.15-8.00h waschen, klogehn, fruehstueck
8.00-8.30h Zeltabbau und einpacken
8.30 h Fertig! Los auf die Schotterpiste
8.33h Gegenverkehr! Lueftung aus! Scheiben hoch! Runterbremsen! Staubwolken abwarten!
8.50h Haben wir noch Kekse?
9.00h Achtung Antilopen!
10.00h Fahrer wechsel, Pinkelpause (woher kommt der Wind?)
... bis 14.00h Are we there yet? (sind wir bald daha?)
15.30 h Ankunft am neuen Zeltplatz
16.00 h Zeltaufbau, Lage checken (Duschen, Shop, Klos und wer sind unsere Nachbarn)
16.30h Essen kochen und oder Braai (= grillen)
17.30h Sonnenuntergang
18.00h Mir ist kalt, bin muede, schau mal die Sterne!
20.00h Waermbaer kochen (Waermflasche) ins Zelt kriechen, lesen, 3??? hoeren, einschlafen

zweiter tag folgt bald.....

Routenplanung

Der Plan fuer die naechsten Tage sieht folgendermassen aus:
- Montag Morgen Grosseinkauf, dann am nachmittag nach Hein(irgendwas)baai fahren, an der Kueste nach norden
- Dienstag die Robbenkolonie bei Cape Cross besuchen, weiter nach nordost zum Ugab Camp
- Mittwoch einen Tagsausflug mit dem Rhino Trust zu den Nashoernern
- Donnerstag weiterfahrt nach Khorixas
- Freitags die aeltesten bekannten Felszeichnungen bei Twyfelsfontein bestaunen
- Samstags Versteinerter Wald und Ugab Terassen
- Sonntag Fahrt in die Etosha Pfanne zum Grosswild gucken.

Mal sehen ob das alles so klappt ;)

Duene 7

Vor 3 Tagen sind wir in Swakopmund angekommen. Ist eine kleine Stadt an der Kueste in der viele Deutsche leben. Die stadt ist generell ruhiger und beschaulicher als Windhoek und gefaellt uns viel besser.

Der Grund fuer unseren Stopp hier war zum einen die guten und guenstigen Einkaufsmoeglichkeiten, nach 5 Naechten mal wiedern in einem richtigen Bett schlafen und natuerlich Sandboarden! Samstag sollte es endlich soweit sein. Wir hatten bei Dune 7 gebucht, Welche das einzige Unternehmen sind das die Boarder mit einem Quad Bike die Duene rauffaehrt. Bei allen anderen muss man rauflaufen, ohne Leiter/Treppe. Leider hat Wayne es nicht geschafft fuer seine 2 Jahre alte Tochter Nina einen Babysitter zu organisieren drum hat er sie einfach mitgebracht. Immer wenn er auf das Quad stieg hat sie angefangen zu weinen. Wir haben dann abgebrochen und sind am Sonntag nochmal hin, ohne Nina. War genial, super, bombastisch!!! 10 Abfahrten ohne elendes laufen und schwitzen.

Sesriem und die hoechsten Duenen der Welt

15. - 17. 5. waren wir dann endlich in der richtigen namibischen Wueste dem Namib Naukluft Nationalpark. Wir haben dort gezeltet, da es a) die guenstigste unterkunft war, b) man dann zum Sonnenaufgang an der Duene 45 sein konnte zum Bilder machen und c) damit wir unser Campingequipment nicht umsonst mitschleppen :) Irgendwie hat auch der Mensch von dem Campingplatz das nicht so richtig geschnallt dass wir 2 Naechte bleiben und hat uns nicht den vollen Preis berechnet. In der 2. Nacht standen wir dann zu sechst auf unserem Platz und hatten es auch recht lustig. Liebe gruesse an Jan und Sonja von Afrika-Offroad und Henrik und Regina, wo auch immer ihr grade seid.

Die Duenen waren echt Toll, und wir haben natuerlich mal wieder Weitspringen und Duenenrunterrennen gemacht. Andere fanden das ganz komisch, und haben sich auf dem Weg nach unten schon darueber beschwert, dass sie Sand in ihren Schuhen haben. Auf einer Duene ja eher die Ausnahme.

Nach der Duene 45 sind wir dann 5 kilometer in das Sossusvlei gelaufen, da die Strecke nur mit Allrad befahren werden darf und unser kleiner Golf das halt nicht hat. Morgens um 8 war es auch noch nicht so heiss und wir waren fuer die vorbeifahrenden Shuttles eine kleine Attraktion.
Ein Vlei ist uebrigens ein Auffanggebiet eines Flusses welches nicht jedes Jahr Wasser fuehrt. Bei uns wars natuerlich trocken. Die Duenen rundrum sind ja alle rot, nur dort wo das Wasser machmal hinkommt ist alles weiss.